Vereinsgeschichte des VfB Rotenhain/Bellingen 1926 e.V.

Nach mündlicher Überlieferung, teilweise von den noch lebenden Mitgliedern des Gründungsjahres, kamen im Jahre 1926 die Männer der beiden Dörfer Rotenhain und Todtenberg zusammen, um einen Sportverein zu gründen. Für damalige Verhältnisse ein recht ungewöhnliches Vorhaben, dem die älteren Einwohner auch mit viel Skepsis und Zurückhaltung begegneten. Trotzdem wurde es in die Tat umgesetzt und Josef Henn aus Rotenhain zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieser hatte große Schwierigkeiten, um den Spielbetrieb in Gang zu bringen. Die Sportgemeinschaft erfuhr jedoch bereits im Gründungsjahr einen Auftrieb, u.a. durch den neuen Vorsitzenden Josef Dewald. Er stabilisierte das bis dahin Erreichte, und die Mannschaft wurde in der Deutschen Jugendkraft Westerwald sportlich tätig, und zwar in den Trikots mit den Vereinsfarben schwarz und weiß.
Nach dem plötzlichen Tod des Vorsitzenden übernahm Theo Schlotter aus Todtenberg die Vereinsführung. In diese Zeit fiel die große Wirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre, die auch dem jungen Verein erhebliche Schwierigkeiten bereitete. War doch die finanzielle Situation der Mitglieder und dadurch zwangsläufig auch die des Vereins durch die herrschende Arbeitslosigkeit sehr schwierig. Ungebrochener Idealismus, Opferbereitschaft und Sportgeist der Mitglieder hielten den Verein jedoch auch in dieser schwierigen Zeit am Leben.
War die erste große Schwierigkeit des Vereins gemeistert, bahnte sich schon bald danach die politische Umwälzung in unserem Vaterland an. Die kirchlich orientierte Deutsche Jugendkraft wurde aufgelöst. Der Spielbetrieb wurde zwar unter dem Spitzenverband fortgesetzt, aber der Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Herbst 1939 brachte die Vereinsarbeit vollkommen zum Erliegen.
Nach Ende des Krieges lebte bereits im Jahre 1945 unter dem Vorsitzenden Richard Klein der Verein wieder auf. Jetzt fanden sich alle Sportinteressierten aus den Dörfern des Kirchspiels Rotenhain zusammen. Der Sportplatz wurde in eigener Regie ausgebaut und der Spielbetrieb konnte wieder aufgenommen werden. In der Folgezeit fiel es zeitweise recht schwer, eine einsatzfähige Mannschaft zu stellen. Im Jahre 1968 beschloß man den Zusammenschluß mit der Nachbargemeinde Bellingen, was zu einer wesentlichen Festigung des Vereins beitrug und einen deutlichen Mitgliederzuwachs zur Folge hatte. Fortan hieß der Verein VfB Rotenhain-Bellingen.
In den folgenden Jahren wurden erhebliche Anstrengungen im Breitensport unternommen. So wurden in 1972 die Abteilungen Tischtennis und Damen-Gymnastik gegründet. Die Tischtennis-Abteilung ist Anfang 1985 aus dem Verein ausgeschieden und nunmehr ein selbständiger Verein. In der Damen-Gymnastikgruppe in Bellingen betätigen sich zur Zeit 25 Sportlerinnen. Sie sind außerdem mit ihren tänzerischen Darbietungen ein fester Bestandteil bei der Gestaltung von Dorffesten.
Seit mehr als zehn Jahren werden die Schüler und Jugendlichen des Vereins in einer Spielgemeinschaft zusammen mit Langenhahn/Rothenbach gefördert und betreut.
Man kann heute sagen: der Verein, dem über 170 Mitglieder angehören, von denen sich rund 80 aktiv sportlich betätigen, hat es in den langen Jahren der Vereinsgeschichte seit 1926 immer wieder verstanden, Tiefen zu meistern und Höhen zum Nutzen der Gemeinschaft zu gestalten.
Wenn es trotz aller Schwierigkeiten gelang, den Verein über nunmehr 80 Jahre zu halten, so gebührt den jeweiligen Vorsitzenden, außer den bereits genannten, ein volles Lob für die beharrliche Arbeit zusammen mit ihren Vorständen: Bernhard Kurz, Alois Baldus, Viktor Aust, Reiner Kurz, Paul Baldus, Erwin Quirnheim, Heribert Kurz und Heinz Alef. Persönlichkeiten, die sich im Dienste des Sports und des Gemeinwohls verdient gemacht haben.

(Reiner Aust)

Jubilare und Gründungsmannschaft:

Jubilare: Josef Aust, Alfons Aust, Martin Aust, Johann Brill.
Gründungsmannschaft: Alfons Aust, Josef Baldus, Gottfried Schäfer, Martin Aust, August Assenmacher, Karl Kloft, Josef Aust, Alois Hanz, Alois Henn, Josef Henn, Alois Henrich. Betreuer: Josef Steuper.

Gründer des Sportvereins: Josef Dewald, Josef Henn, August Assemacher, Alois Hanz, Gottfried Schäfer, Willi Lück, Alois Henrich, Karl Kloft, Alfons Aust, Josef Aust, Josef Baldus, Alois Henn, Heinrich Benner, Johann Kexel, Toni Bayer, Josef Steuper, Johann Brill.

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